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„Luka gehört zu uns!“

„Luka soll bleiben!“

Mit diesen Aufrufen haben sich SchulkollegInnen, die Elternschaft, FreundInnen und UnterstützerInnen von Luka seit dem Frühjahr 2017 für seinen Verbleib in Österreich eingesetzt.

Zunächst aber, wer ist Luka? Luka ist ein Bub aus Georgien. Luka kam mit seiner Mutter nach Österreich und besuchte seit Herbst 2015 die integrative Schule Hernals. Er spielte gerne im Schulgarten, liebt Fußball, kann selbst aber leider nicht mitlaufen, weil er aufgrund einer Behinderung im Rollstuhl sitzt. Er wurde mit einer cerebralen Parese geboren, also einer Behinderung, die sich in Spasmen auswirkt. Er hatte in Georgien nie längerfristig einen Rollstuhl, geschweige denn adäquate physische Versorgung. Seine Mutter musste ihn in die Schule tragen, dort wurde er aber von Kindern und Lehrern wegen seiner Behinderung abgelehnt. Weil auch die restliche Familie ihn nicht akzeptierte, musste er mit seiner Mutter in einem separaten Zimmer wohnen, das er kaum verlassen konnte. Aus politischen Gründen wurden die (dürftigen) medizinischen Maßnahmen, die anderen Kindern zugestanden wurden, diesem Buben verweigert. Die Mutter versuchte, die fehlenden Behandlungen auszugleichen, indem sie selbst eine Massageausbildung machte, um dem Sohn einige Unterstützung bieten zu können.

In Georgien lebte er in Angst und er wurde wegen seiner Behinderung ausgegrenzt und oft gedemütigt.

Wir sind davon überzeugt, dass Luka und seine Mutter ihren Platz in Österreich haben sollten.

  • Luka und seine Mutter lebten von 2015 bis September 2018 in Österreich. In der Schule hat Luka schnell die Sprachbarrieren überwunden und viele Freundinnen und Freunde gefunden.
  • Luka war bestens integriert, nahm an allen Schulveranstaltungen teil und er wurde erstmals seinen Fähigkeiten entsprechend gefördert. Er ist ein Teil der Klassengemeinschaft geworden. Durch sein starkes Bemühen, überall dabei sein zu dürfen, wurde er von allen akzeptiert und geschätzt, und das unabhängig von seiner Behinderung und den anfänglich unterschiedlichen Sprachen.
  • Luka hat in Österreich erstmals einen passenden Rollstuhl und dringend benötigte Therapien bekommen; diese Therapien und die laufende Anpassung seines Rollstuhls benötigt er weiterhin.

Foto: Christopher Glanzl

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